
Auf dieser Seite finden Sie eine Fülle von
Begriffen rund um das Thema der Domains. Sollten Sie einen
Begriff hier nicht aufgeführt finden, lassen Sie das
unseren
Support
wissen. Gerne erweitern wir dieses Glossar.
A-Record, AAAA-Record
A-Records sind Informationseinheiten im DNS, mit denen
Domainnamen eine IP-Adresse im IPv4-Format zugeordnet wird. Der entsprechende
Resource Record-Typ für IPv6 ist AAAA.
Alternative Dispute Resolution (ADR)
ADR ist ein alternatives Streitbeilegungsverfahren, das EURid bei
Streitfällen um .eu-Domainnamen anbietet.
Das ADR-Verfahren, das als Alternative zu einem normalen Gerichtsverfahren
dienen soll und mit dem UDRP vergleichbar ist, wird
vom in Prag ansässigen Tschechischen Schiedsgerichtshof bereitgestellt.
Der Schiedsgerichtshof verwaltet das ADR-Verfahren im Einklang mit den
Allgemeinen Regeln für die .eu-Domainnamen der Europäischen Kommission
(EG Verordnung 874/2004).
Die ADR-Regeln, die Gebühren und andere wichtige Informationen finden
Sie auf der Website des Tschechischen Schiedsgerichtshofs
( www.adr.eu).
Afilias
Unternehmen, welches die
Registry für die
Top-Level-Domain .info betreibt.
Außerdem ist Afilias technischer Betreiber für die
Top-Level-Domain .org sowie weiterer
kleiner
Top-Level-Domains.
Afilias ist streng genommen eine amerikanisch dominierte Firma,
die einen Briefkastensitz in Irland hat.
Changing the Sponsoring Registar (CTSR)
Bezeichnet den Wechsel von Domains von einem
Registrar
zu einem anderen
Registrar.
Bei .de-Domains wird dieser Vorgang übrigens
KK genannt.
CORE
Abkürzung für
Council of Registrars.
Ein weltweiter Zusammenschluß von Registraren,
die den Prozeß der neuen Top-Level-Domains 1997 angestoßen haben.
Knipp ist Gründungsmitglied von CORE.
Country-Code-Top-Level-Domain (ccTLD)
Hierbei handelt es sich um eine
Top-Level-Domain, die
als Endung eine zweibuchstabige Abkürzung eines
Landes hat. Beispielsweise
»de« für Deutschland, »fr« für Frankreich oder »jp« für Japan.
Diese Abkürzungsliste ist in der Norm ISO-3166-1 festgeschrieben.
Die Organisation der
Registry
dieser Top-Level-Domains wird meist in einer Art
Selbstverwaltung der Internetnutzer des Landes, von Universitäten
aber auch zunehmend von staatlicher Seite durchgeführt.
In Deutschland ist die
DENIC e.G.
mit der Verwaltung betraut. Knipp ist eines der Genossenschaftsmitglieder
der DENIC.
Häufig unterteilen ccTLDs die Domains in Gruppen, so daß die eigentliche
Registrierung des Namens erst in der 3 Hierarchie (vor dem zweiten
Punkt im Domainnamen) möglich ist. Beispiele: »microsoft.co.uk« (co =
Abkürzung für kommerzielle Gruppe)
oder »rotes-kreuz.or.at« (or = Abkürzung für Organisation, at = Österreich).
Zunehmend werden ccTLDs »mißbraucht«, indem
findige Geschäftsleute die Verwaltung insbesonderer kleinerer
finanzschwacher Länder »kaufen«. Bekanntes Beispiel ist
die Inselgruppe Tuvalu mit der Top-Level-Domain »tv«. Diese Domains
werden gerne von Fernsehsendern verwendet.
DENIC
Domain Name System (DNS)
Das Domain Name System ist ein verteiltes, hierarchisches System zur Speicherung
und Abfrage von Informationen im Internet. Es ist einer der wichtigsten Dienste
im Internet, dessen Hauptaufgabe die Namensauflösung von Domainnamen in
IP-Adressen ist. Ohne das DNS müssten wir immer IP-Adressen in den Browser
oder beim Senden von E-Mails eingeben.
Neben IP-Adressen können aber noch viele weitere Informationen
im DNS verwaltet werden, die zum Betrieb von Domains notwendig oder nützlich
sind. Die Verwaltung der DNS-Einträge erfolgt in sogenannten
Resource Records.
Domain-Registrierungs-System (DRS)
Ein von Knipp entwickeltes System für die Registrierung und Verwaltung
von Domainnamen. Der Programmierumfang beträgt mehr als 200.000 Programmzeilen
Java Code. Trotz seiner Komplexität zeichnet sich das System durch leichte
Bedienbarkeit und vorbildliche Benutzerführung aus. Die Benutzerschnittstelle
des DRS wurde sogar mit
einem Design-Preis
ausgezeichnet.
EURid
EURid ist die von der EU-Kommission ausgewählte zentrale Verwaltungsstelle
für .eu-Domains. Die in Brüssel ansässige Registry setzt
sich zusammen
aus den drei Gründungsmitgliedern »Istituto di Informatica e Telematica«
(IIT, Italien) und den Länderdomain-Verwaltungen von Belgien und Schweden,
sowie den Länderdomain-Verwaltungen von Slowenien und der Tschechischen Republik
als assoziierten Mitgliedern.
First-Come-First-Served
Beschreibt das häufig verwendete Vergabeprinzip bei
Domainnamen. »Wer zuerst kommt mahlt zuerst« ist die
deutsche Variante dieser Redensart.
Da jeder Domainname naturgemäß nur exakt einmal vergeben
werden kann, wird dieses Verfahren allgemein als »gerecht«
anerkannt.
generic Top-Level-Domain (gTLD)
Hierbei handelt es sich um eine
Top-Level-Domain, die von
jedermann weltweit registriert werden kann. Es
gibt also keine Zugangsbeschränkungen.
Zu dieser Art von Domains gehören
z.B. »com«, »net«, »org« oder »info« und »biz«.
Grace Period
Damit bezeichnet man verschiedene »Gnadenfristen«. So ist es
bei einigen
Top-Level-Domains
nicht möglich, eine Domain von einem zu einem anderen Registrar
zu übertragen, wenn die Domain noch keine 60 Tage alt ist.
Ein weiteres Beispiel für eine Grace Period
ist das Verhalten bei nicht bezahlten Domains.
Dann kann innerhalb einer Gnadenfrist die Domain doch noch
reaktiviert werden.
Dieses Verfahren wird bislang nur bei einigen
gTLDs angeboten.
Handle
Internationaler Begriff für
Kontakt.
i18n
»i18n« ist die Abkürzung für »internationalization«. Sie entstand durch die
Schreibfaulheit der Techniker, die dieses lange Wort nicht immer wieder
ausschreiben wollten. Deshalb wurde einfach der erste und letzte Buchstabe
belassen und der Zwischenraum durch die Anzahl fehlender Buchstaben ersetzt.
ICANN
ICANN steht für
The Internet Corporation for Assigned Names and Numbers
und ist die Dachorganisation, die weltweit für die Vergabe und Organisation
von drei wichtigen Bereichen des Internets zuständig ist:
- Domainnamen, wobei der Schwerpunkt auf
Top-Level-Domains liegt,
- IP-Adressen sowie
- technischen Protokollen.
Vielfach werden die eigentlichen Aufgaben an weitere Organisationen
delegiert.
IDN
»IDN« bedeutet »Internationalisierte Domainnamen«.
Darunter versteht man Domainnamen, die auch »Sonderzeichen« enthalten.
Wir haben für Sie eine Liste mit
häufig gestellten Fragen und Antworten
zu diesem Thema zusammengestellt.
Inhaber (engl. »Holder«)
Das ist die Person oder das Unternehmen, welches die Domain innehat.
Häufig wird der Inhaber auch »Registrant« genannt.
Der Inhaber ist beispielsweise auch der Ansprechpartner
bei Rechtsstreitigkeiten.
Wichtig: Wenn Sie
Domainregistrierungen nicht für sich selbst, sondern für einen
Kunden von Ihnen durchführen (weil Sie beispielsweise
Internet-Provider sind), muß als Inhaber die Adresse Ihres Kunden
und nicht Ihre eigene Adresse angegeben werden!
IP-Claim
Dieser Begriff ist die englische Abkürzung für
Intellectually Property Claim.
Darunter versteht man die Inanspruchnahme von Schutzrechten
an geistigem Eigentum.
Bei der Einführung
neuer Top-Level-Domains wird häufig zunächst
mit einer Registrierungsphase für Markeninhaber (wie z.B. Coca-Cola)
begonnen (s.a. Sunrise Period).
Danach kann dann jedermann Domains registrieren.
Konnektivitäts-Koordination (KK)
Bezeichnet den Wechsel einer .de-Domain von einem
Registrar
zu einem anderen
Registrar.
Im internationalen Umfeld spricht man vom »Sponsorenwechsel«
( CTSR = Changing the Sponsoring Registrar).
Kontakt
Unter einem Kontakt versteht man die Sammlung von verschiedenen
Feldern und die Speicherung all dieser Felder unter einem einzigen
Kürzel. Typische
Felder eines Kontakts sind beispielsweise
»Vorname«, »Nachname«, Adreßangaben oder die E-Mail-Adresse. Das
Kürzel könnte beispielsweise »C4711-LRMS« lauten.
Landrush
Der Begriff Landrush kommt aus der Frühzeit der USA.
Bei den Landverteilungsaktionen mußte man nur schnell genug sein,
um ein Stück Land zu sehr günstigen Konditionen zu erhalten.
Bei der Einführung von neuen Top-Level-Domains
wird nach einer Startphase für z.B. Markeninhaber
die Registrierung für die Allgemeinheit freigegeben.
Naturgemäß sind dann noch
viele »schöne« Domainnamen frei. Dann setzt meist ein
Ansturm ein, da die Vergabe häufig nach dem
First-Come-First-Served-Prinzip erfolgt.
LOC Resource Record
LOC-Records können im Domain Name System dazu verwendet werden,
einem Domainnamen einen geometrischen Ort zuzuordnen. Die Positionsangabe
erfolgt über die Festlegung von Längengrad, Breitengrad und Höhe in
dem auch bei GPS verwendeten Koordinatensystem.
Naming Authority Pointer (NAPTR) Resource Record
Neben der reinen Namensauflösung, also der Umwandlung eines Domainnamens in eine
IP-Adresse, werden im heutigen DNS-Betrieb häufig zusätzliche
Informationen zu einer Domain benötigt. Im Gegensatz zu klassischen
A-Records können NAPTR Resource Records diese Informationen liefern und
sind dank Möglichkeiten zur Priorisierung von Einträgen und der
Verwendung von regulären Ausdrücken sehr vielseitig und flexibel.
Nameserver
Ein Nameserver ist ein Computer, der weiß, welche Rechner
einer Domain welche Internetadresse (IP) haben. Es
gibt unterschiedliche Typen von Nameservern. Interessante
Details können Sie bei den
Erläuterungen zum DRS
erfahren.
NeuLevel
Unternehmen, welches die
Registry für die
Top-Level-Domain .biz betreibt.
Außerdem ist es eine Art Vertriebspartner außerhalb
von Chinas für die chinesische
Top-Level-Domain .cn.
NeuLevel ist ein amerikanisches Unternehmen und gehört
mehrheitlich der Firma
NeuStar.
NeuStar
Unternehmen, welches die
Registry für die
Top-Level-Domain .us betreibt.
NeuStar ist ein amerikanisches Unternehmen, welches
mehrheitlich die Firma
NeuLevel besitzt. NeuStar ist
in den USA dadurch bekannt geworden, daß Sie die Rufnummernpläne
der Telefongesellschaften koordinieren.
PreAck / PreNack
PreAck bzw. PreNack bezeichnen voreingestellte Antworten auf
Transferanfragen. Wenn eine Domain übertragen werden soll
(vgl. CTSR), muß der Transfer innerhalb einer
bestimmten Frist akzeptiert oder abgelehnt werden. Falls der
Domaininhaber nicht bzw. nicht rechtzeitig antwortet, wird der Transfer
– je nach Registry – entweder durchgeführt oder zurückgewiesen.
Das DRS von Knipp bietet die Möglichkeit, mittels PreNack die
Ablehnung aller Transferanfragen voreinzustellen,
um so ungewollte Übertragungen zu verhindern. Analog dazu werden mit PreAck
alle Anfragen akzeptiert.
Redemption Period
Damit bezeichnet man die Zeitspanne nach einer Löschung einer
Domain. In dieser kann die Domain nicht von anderen erneut
registriert werden, sondern nur (recht kostspielig) vom bisherigen
Inhaber wieder reaktiviert werden.
Dieses Verfahren wird bislang nur bei einigen
gTLDs angeboten.
Registrant
Registrar
Ein Registar ist eine Art Zwischenhändler für Domainnamen.
Er »bezieht« seine »Ware« bei den
Registries und verkauft diese an
seine »Kunden«, die Inhaber oder
Registranten.
Je nach Ausgestaltung der verschiedenen Verträge entstehen
zwischen den beteiligten Parteien unterschiedliche
Vertragsverhältnisse. So ist es beispielsweise bei .de-Domains
so, daß auch ein Vertrag zwischen
Inhaber und
Registry, der
DENIC, entsteht.
Registry
Unter Registry versteht man die Organisation,
die für den Betrieb der
Top-Level-Domain
zuständig ist. Für .info-Domains ist das beispielsweise die Firma
Afilias,
während
.name-Domains von der Firma GNR (Global Name Registry) verwaltet werden.
Resource Record
Resource Records (RRs) sind Informationseinheiten, mit denen im Domain
Name System ( DNS) Daten für den Betrieb von Domains
publiziert werden.
Es gibt eine Vielzahl verschiedener Typen von RRs, die unterschiedliche
Informationen enthalten. Die wichtigsten sind zweifellos A-Records und
AAAA-Records, die Host-Adressen im IPv4- bzw. IPv6-Format enthalten und
auf die bei der Auflösung von Domainnamen in IP-Adressen zurückgegriffen
wird. Erwähnenswert sind außerdem MX-Records für die Angabe des
zuständigen Mailservers und NAPTR-RRs, die eine Erweiterung von
A-Records darstellen.
Sender Policy Framework (SPF)
Mit der SPF-Technik soll das Fälschen der Absender-Adresse beim Versand
von E-Mails erschwert werden. Dazu wird in der DNS-Zone einer
Domain festgelegt, welche Mailserver E-Mails für diese Domain versenden dürfen.
Sponsored Top-Level-Domain
Sunrise Period
Damit bezeichnet man eine Vorregistrierungsphase, die häufig zu Beginn
der Einführung neuer Top-Level-Domains durchgeführt
wird. In der Sunrise Period wird
Inhabern von Marken- und ähnlichen Rechten die Möglichkeit gegeben,
Domains zu registrieren, die ihren geschützten Begriffen entsprechen.
Dadurch sollen komplizierte und häufig zeitraubende gerichtliche
und außergerichtliche Streitigkeiten vermieden werden.
Thick Registry
Hierunter versteht man eine
Registry,
die alle Daten der Kontakte selbst speichert.
Die
DENIC oder
Afilias
sind Registries dieser Ausprägung. Der Trend geht zu dieser
Art von Registry.
Das Gegenteil dazu sind
Thin Registries.
Thin Registry
Hierunter versteht man eine
Registry,
die nur die Domainnamen, die
Nameserver sowie den
Registrierungszeitraum speichert.
Die Inhalte der
Kontakte
muß jeder
Registrar
selbst speichern. Damit ist auch verbunden, daß jeder
Registrar
einen eigenen
Whois-Server
betreiben muß.
VeriSign mit den .com-Domains ist eine
Registry dieser Ausprägung.
Das Gegenteil dazu sind
Thick Registries.
Time To Live (TTL)
Legt im Domain Name System (DNS) die Gültigkeitsdauer für
einen Eintrag fest. Die TTL gibt die maximale Zeitspanne (in Sekunden) an, für
die ein DNS-Eintrag bei einem nicht-autoritativen Nameserver zwischengespeichert
werden darf.
Top-Level-Domain
Innerhalb eines Domainnamens die Zeichenfolge, die hinter dem
letzten (d.h. rechten) Punkt steht. Bei der Domain »knipp.de« also
die Zeichenkette »de«. Eine genauere Erklärung finden Sie in unserer Liste
von häufig gestellte Fragen
und Antworten zu Domains.
TXT Resource Record
Uniform Dispute Resolution Policy (UDRP)
Ist ein festgelegtes Verfahren für Streitigkeiten um Domainnamen.
Es ist billiger, schneller und einfacher als ein Gerichtsverfahren.
Die Gültigkeit der UDRP ist weltweit, im Gegensatz zu Gerichten,
die häufig nur in einem Land zuständig sind.
Bislang ist es jedoch an folgende drei Voraussetzungen geknüpft:
-
Es muß eine Verletzung eines Markennamens vorliegen.
-
Der Beklagte hat keinerlei Rechte an dem Markenzeichen.
-
Die Verletzung muß absichtlich geschehen.
Das Verfahren kann nur angewendet werden,
wenn zum Zeitpunkt der Domainregistrierung die
Registry das Verfahren für
gültig erklärt hat.
Die meisten
gTLDs
setzen es heute ein. Keine Verwendung findet es
jedoch bei .de-Domains.
Die Kosten (etwa 2000 US-Dollar) trägt grundsätzlich der Kläger, nie der
Beklagte. Das Ziel ist immer nur die Löschung oder die Übertragung
der betroffenen Domain. Eine Art Bestrafung des Beklagten gibt es nicht.
Whois-Server
Ist ein Computer, auf dem ein Abfragedienst läuft. Darüber
kann jedermann erfahren, wer der
Inhaber oder der technische Ansprechpartner
einer Domain ist.
Als Service für Sie haben wir eine Seite erstellt, auf
der Sie alle durch uns registrierbaren Domains
abfragen können.
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